Zertifizierungen und Zulassungen bei Wasserfiltersystemen

Wasserhaus: Auswahl vorliegender Prüf- und Zertifizierungsunterlagen aus unserem Sortiment
Auswahl vorliegender Prüf- und Zertifizierungsunterlagen aus unserem Sortiment

Bei Wasserfiltern und Umkehrosmoseanlagen begegnen einem zahlreiche Prüfzeichen, Normen und Zertifizierungen. DVGW, NSF, KTW, TÜV oder CE stehen dabei für unterschiedliche Anforderungen und Prüfbereiche. Einige der Vielzahl an Prüfzertifikaten sind für bestimmte Märkte oder Anwendungen besonders relevant, andere dokumentieren freiwillige zusätzliche Prüfungen.

Für die Beurteilung, ob und welche Prüfsiegel für einen bestimmten Wasserfilter relevant oder aussagefähig sind, ist nicht allein die Anzahl der vorhandenen Prüfsiegel entscheidend. Wichtig ist, was geprüft wurde, auf welche Komponente sich eine Prüfung bezieht und welche Anforderungen für den jeweiligen Einsatz gelten.

Wasserhaus setzt daher nicht auf ein einzelnes Prüfzeichen als pauschales Qualitätsversprechen. Entscheidend sind für uns die sorgfältige Auswahl unserer Komponenten, geeignete Materialien sowie die Kontrolle der gesamten Lieferkette. Bei verschiedenen Zulieferern und Komponenten liegen darüber hinaus zusätzliche Prüfungen und Zertifizierungen unabhängiger Stellen vor.

Zertifizierung, Norm oder gesetzliche Anforderung: Wo liegt der Unterschied?

Im Zusammenhang mit Wasserfiltersystemen werden sehr unterschiedliche Nachweise häufig unter dem Begriff „Zertifizierung“ zusammengefasst. Schaut man genauer hin können sich dahinter eine Vielzahl von gesetzlichen Vorgaben, technischen Regeln, Materialanforderungen, Herstellererklärungen oder freiwilligen Prüfungen unabhängiger Organisationen stehen.

Auch die regionale Bedeutung unterscheidet sich. NSF-Standards stammen beispielsweise aus Nordamerika und sind dort besonders verbreitet. Die technischen Regeln des DVGW besitzen vor allem für die deutsche Gas- und Wasserinstallation Bedeutung. Hinzu kommen europäische Vorgaben und Anforderungen an elektrische Bauteile, Materialien und Produkte mit Trinkwasserkontakt.

Ein zusätzliches freiwilliges Zertifikat kann deshalb eine wertvolle Information sein. Sein Vorhandensein oder Fehlen sollte jedoch immer im jeweiligen Zusammenhang betrachtet werden. Ein Wasserfiltersystem lässt sich nicht allein anhand eines einzelnen Prüfzeichens fachgerecht beurteilen.

Worauf Wasserhaus bei der Produktauswahl achtet

Wasserhaus entwickelt und vertreibt seit 1999 Wasserfilter und Zubehör. In dieser Zeit haben wir eine Vielzahl unterschiedlicher Systeme, Hersteller, Zulieferer und technischer Lösungen kennengelernt.

Bei der Auswahl relevanter Prüfungen oder Zertifizierungen betrachten wir immer das Gesamtsystem. Dazu gehören unter anderem die Qualität der verwendeten Materialien, geeignete wasserführende Komponenten, die technische Ausführung, die gewählte Anschlusstechnik sowie die langfristige Verfügbarkeit von Ersatzfiltern und Ersatzteilen.

Eine ebenso wichtige Rolle spielt die Auswahl unserer Lieferanten und Zulieferer. Wir arbeiten mit etablierten Partnern zusammen und achten auf eine nachvollziehbare Qualität innerhalb der Lieferkette.

Zusätzliche Prüfungen und Zertifizierungen sind dabei ein weiterer Qualitätsindikator. Welche Nachweise vorliegen, hängt von Hersteller, Zulieferer, Komponente, Produktgruppe und Absatzmarkt ab.

Wichtige Zertifizierungen, Normen und Prüfverfahren

Zertifikat DVGW

DVGW: relevant für die Trinkwasserinstallation

Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches, kurz DVGW, entwickelt technische Regeln für die Gas- und Wasserversorgung in Deutschland. Im Trinkwasserbereich betreffen diese unter anderem Werkstoffe und Komponenten, die innerhalb einer Trinkwasserinstallation eingesetzt werden.

Für eine fest installierte Umkehrosmoseanlage ist deshalb entscheidend, wie sie an die Frischwasserseite angeschlossen ist: Die Anschlussstelle muss so gesichert sein, dass kein Wasser aus der Anlage in die Trinkwasserinstallation zurückfließen kann.

Bei Wasserhaus: Für den Kaltwasseranschluss unserer Umkehrosmoseanlagen verwenden wir ausschließlich DVGW-geprüfte Anschlusskomponenten von John Guest mit werkseitig integriertem Rückschlagventil. Dieses verhindert den Rückfluss von Wasser aus der Anlage in Ihr Trinkwassernetz – die Komponente ist damit kein beliebiges Zubehör, sondern gezielt für diese Schutzfunktion ausgewählt.

Gerade dieser Punkt wird beim Vergleich von Wasserfilteranlagen leicht übersehen. Für eine dauerhaft installierte Anlage ist eine fachgerechte, für den vorgesehenen Einsatz geeignete und gegen Rückfließen gesicherte Verbindung zur Hausinstallation keine Kür, sondern Vorschrift.

Der DVGW erstellt technische Regeln für die Gas- und Wasserwirtschaft und prüft beziehungsweise zertifiziert über entsprechende Verfahren Produkte für definierte Anwendungsbereiche.

Bei einer Untertischanlage betrifft dies beispielsweise Komponenten am Übergang zwischen der vorhandenen Trinkwasserinstallation und der Filteranlage. Die Anforderungen an eine solche Anschlusskomponente sind daher andere als beispielsweise die Anforderungen an eine Umkehrosmosemembran oder ein elektrisches Netzteil.

Maßgeblich ist hier das Prinzip der sogenannten Eigensicherheit: Nach DIN EN 1717 muss jede Anschlussstelle, an der Trinkwasser mit einem angeschlossenen Gerät in Berührung kommt, gegen Rückfließen und Rückverkeimung gesichert sein. Ein nach DVGW-Regelwerk – etwa W 540 – geprüftes Gerät verfügt über eine bauartintegrierte Sicherung; bei unseren Anlagen ein Rückschlagventil direkt in der Anschlussarmatur. Diese werkseitig geprüfte Absicherung macht einen zusätzlichen, separaten Systemtrenner für den Hausgebrauch nicht erforderlich.

Genau deshalb betrachten wir Zertifizierungen immer komponentenbezogen: Entscheidend ist, dass der Kaltwasseranschluss gemäß den einschlägigen DVGW-Regeln und DIN 1988 ausgeführt ist – bestätigt durch das Zertifikat zur jeweiligen Anschlusskomponente.

Zertifikat DIN 1988

DIN 1988: Technische Regeln für Trinkwasserinstallationen

Die Normenreihe DIN 1988 legt die technischen Regeln für Trinkwasserinstallationen in Gebäuden fest – darunter auch die Anforderungen an Sicherungseinrichtungen gegen Rückfließen. DVGW-Regelwerke wie W 540 verweisen bei der Prüfung von Anschlussarmaturen direkt auf diese Norm; deshalb tragen geprüfte Komponenten häufig beide Kennzeichnungen.

Für fest installierte Wasserfiltersysteme ist dieser Bereich insbesondere dort relevant, wo die Anlage mit der bestehenden Hausinstallation verbunden wird.

Bei Wasserhaus: Bei unseren Umkehrosmoseanlagen setzen wir für den Kaltwasseranschluss auf John-Guest-Komponenten, die sowohl DVGW-zertifiziert als auch nach DIN 1988 geprüft sind. Ergänzend sichert ein Rückschlagventil in der Ablaufleitung die Verbindung zur Abwasserseite gegen Rückfluss ab. Bei der Installation einer Anlage achten wir damit nicht nur auf die Wasseraufbereitung selbst, sondern ebenso auf eine fachgerechte Einbindung in die vorhandene Installation.

Bei der Bewertung eines Wasserfilters werden häufig zunächst Membran, Filterstufen und Rückhalteraten betrachtet. Für eine fest angeschlossene Anlage ist jedoch auch die Installation Teil des Gesamtsystems.

Auch auf der Abwasserseite lohnt ein genauer Blick: Ein Rückschlagventil in der Ablaufleitung verhindert, dass bei Druckschwankungen in der Hausentwässerung Wasser aus dem Abfluss zurück in die Anlage gelangt. Wie andere mechanische Bauteile sollte dieses Ventil im Rahmen der regelmäßigen Wartung mitgeprüft werden.

Aus diesem Grund legen wir Wert auf hochwertige Anschlusskomponenten und bieten für Kunden, die die Installation nicht selbst durchführen möchten, auch einen fachgerechten Einbauservice an.

Zertifikat DIN EN 1717

DIN EN 1717: die europäische Basis für den Rückflussschutz

DIN EN 1717 ist die europäische Norm, die festlegt, wie Trinkwasser vor Rückfließen, Rücksaugen und Vermischung mit weniger reinem Wasser geschützt werden muss. Sie unterscheidet dazu fünf Fluidkategorien je nach gesundheitlichem Risiko und legt fest, welche Sicherungseinrichtung für welche Kategorie ausreicht.

Für haushaltsübliche Trinkwasseraufbereitungsgeräte wie unsere Umkehrosmoseanlagen reicht in aller Regel ein geprüfter Rückflussverhinderer direkt in der Anschlussarmatur. Ein zusätzlicher, größerer Systemtrenner ist erst für deutlich höhere Risikokategorien vorgeschrieben, etwa bei Gartenschläuchen oder gewerblichen Anlagen mit Chemikalienkontakt.

Bei Wasserhaus: Das DVGW-geprüfte John-Guest-Ventil an unseren Umkehrosmoseanlagen erfüllt genau diese Anforderung: Es ist nach DIN EN 1717 als Rückflussverhinderer geprüft und damit für den Anschluss an die Trinkwasserinstallation zugelassen.

DIN EN 1717 ordnet jeder Anwendung eine Fluidkategorie zu, die angibt, wie riskant das Wasser hinter einer Entnahmestelle im Rückflussfall für die Trinkwasserinstallation werden kann – von Kategorie 1 (Trinkwasser) bis Kategorie 5 (offensichtlich verkeimtes Wasser, etwa aus einer Jauchegrube). Für jede Kategorie schreibt die Norm eine passende Sicherungseinrichtung vor.

Ein einfacher Rückflussverhinderer deckt niedrige Kategorien ab, wie sie bei haushaltsüblichen Trinkwassergeräten vorliegen. Höhere Kategorien erfordern einen belüfteten Systemtrenner oder einen freien Auslauf mit Luftspalt – Lösungen, die eher bei industriellen Anwendungen, der Gartenbewässerung oder Feuerlöschanlagen zum Einsatz kommen.

Für unsere Umkehrosmoseanlagen prüfen wir deshalb gezielt, dass die verbaute Anschlussarmatur für ihre Fluidkategorie zertifiziert ist. Das ist die tatsächlich relevante Anforderung – unabhängig davon, ob dabei der Begriff „Systemtrenner“ fällt oder nicht.

Zertifikat NSF ANSI 58

NSF/ANSI 58: ein international bekannter Standard für Umkehrosmose

Die NSF ist eine in den USA entstandene Prüf- und Zertifizierungsorganisation. Ihre Standards sind insbesondere auf dem nordamerikanischen Markt weit verbreitet und werden auch international als Orientierung genutzt.

Für Umkehrosmose ist vor allem NSF/ANSI 58 bekannt. Der Standard prüft unter anderem die Materialsicherheit im Trinkwasserkontakt, die strukturelle Integrität des Systems sowie die Reduktionsleistung – verpflichtend für den Gesamtgehalt gelöster Stoffe (TDS), optional auch für einzelne Stoffe wie Blei oder Zysten.

Eine NSF-Zertifizierung ist damit eine zusätzliche und aussagekräftige Information für den jeweils geprüften Geltungsbereich. Sie ist jedoch weder eine allgemeine Voraussetzung dafür, ein Wasserfiltersystem in Europa anzubieten, noch ersetzt sie die notwendigen europäischen Normen und Anforderungen.

Bei Wasserhaus: Vontron-Membranen, die in verschiedenen Wasserhaus-Systemen eingesetzt werden, verfügen über eine Zertifizierung nach NSF/ANSI 58.

Bei der Betrachtung einer NSF-Zertifizierung ist der genaue Geltungsbereich wichtig. Eine zertifizierte Membran und ein zertifiziertes komplettes Umkehrosmosesystem sind beispielsweise nicht dieselbe Aussage.

Deshalb benennen wir bewusst die Komponente, für die ein entsprechender Nachweis vorliegt. Bei den von uns eingesetzten Vontron-Produkten betrifft dies die Umkehrosmosemembran.

Zertifikat NSF ANSI 51 und 61

NSF/ANSI 51 und NSF/ANSI/CAN 61: Materialien und Komponenten

Unter der Bezeichnung NSF existiert nicht nur ein einzelner Standard. Unterschiedliche NSF-Normen betrachten unterschiedliche Produkte, Materialien und Einsatzbereiche.

NSF/ANSI 51 behandelt Materialien und Komponenten mit direktem Lebensmittelkontakt, etwa in Getränkeanlagen. NSF/ANSI/CAN 61 befasst sich mit den gesundheitlichen Auswirkungen von Trinkwasserkomponenten – etwa der Frage, ob ein Bauteil Metalle oder andere Stoffe an das durchfließende Wasser abgibt.

Bei Wasserhaus: Auch bei den von uns verwendeten John-Guest-Anschlusskomponenten liegen entsprechende NSF-Listungen vor. Diese ergänzen weitere Nachweise zur Eignung der eingesetzten Materialien.

Die verschiedenen Nummern hinter „NSF“ sind entscheidend. Ein Verweis auf „NSF-zertifiziert“ ohne Angabe des Standards und des geprüften Produkts ist daher nur begrenzt aussagekräftig.

Für einen fachlichen Vergleich sollte immer betrachtet werden, welcher Standard zugrunde liegt und ob sich die Prüfung auf ein Material, eine einzelne Komponente oder ein vollständiges System bezieht.

Zertifikat FDA

FDA: Anforderungen an Materialien

Die US-amerikanische Food and Drug Administration, kurz FDA, regelt unter anderem Materialien, die bei bestimmten Anwendungen mit Lebensmitteln in Berührung kommen dürfen – Grundlage ist die Verordnung 21 CFR, die etwa in Abschnitt 177 Anforderungen an Kunststoffe mit Lebensmittelkontakt festlegt.

Auch dieser Begriff stammt aus dem amerikanischen regulatorischen Umfeld und begegnet einem aufgrund international arbeitender Komponentenhersteller regelmäßig bei Wasserfiltersystemen.

Bei Wasserhaus: Bei den von Wasserhaus eingesetzten John-Guest-Anschlusskomponenten kommen Materialien zum Einsatz, die entsprechende FDA-Anforderungen erfüllen.

Bei der Angabe „FDA“ ist eine präzise Formulierung wichtig. Materialien werden nicht pauschal durch ein FDA-Logo zu einem höherwertigen Produkt. Relevant ist vielmehr, ob ein bestimmter Werkstoff die für seinen Anwendungsbereich geltenden Anforderungen erfüllt.

Für uns ist dies ein weiterer Baustein bei der Auswahl geeigneter wasserführender Komponenten.

Zulassung nach KTW + DVGW W270

KTW und DVGW W270: Materialien mit Trinkwasserkontakt

Bei der Wasseraufbereitung kommt das Wasser mit zahlreichen Materialien in Berührung. Neben Filtergehäusen und Anschlüssen gehören dazu beispielsweise Schläuche, Dichtungen und Armaturen.

Für solche Materialien existieren in Deutschland hygienische Anforderungen und entsprechende Bewertungs- beziehungsweise Prüfverfahren. Vereinfacht gesagt prüft KTW, ob Stoffe aus dem Material ins Wasser übergehen können (chemische Migration), während DVGW W270 untersucht, ob ein Material das Wachstum von Mikroorganismen begünstigt. Beide Prüfungen ergänzen sich und decken unterschiedliche Risiken ab.

Bei Wasserhaus: Auf die Materialeignung achten wir auch bei Komponenten, die auf den ersten Blick wenig mit der eigentlichen Filterleistung zu tun haben.

Ein Beispiel sind die Panzerschläuche zu unseren Wasserhähnen. Je nach Anwendung kommen geeignete Leitungen für Kalt- beziehungsweise Warmwasser zum Einsatz. Ebenso verwenden wir bei unseren Anschlusslösungen Materialien, für die entsprechende Prüfungen für den vorgesehenen Einsatz vorliegen. Die schrittweise Umstellung auf die neuen EU-weiten Anforderungen verfolgen wir gemeinsam mit unseren Herstellern und Zulieferern.

Trinkwasser verlässt eine Filteranlage nicht unmittelbar am Filtermedium. Auf seinem Weg zum Wasserhahn kommt es mit weiteren wasserführenden Komponenten in Berührung.

Deshalb betrachten wir bei der Auswahl einer Anlage nicht ausschließlich Membran und Filtermedien. Auch die Eignung der nachgelagerten Schläuche, Verbindungen und Armaturen gehört für uns zu einem sorgfältig zusammengestellten System.

Wichtig zu wissen: National ausgestellte KTW- und DVGW-W270-Nachweise werden schrittweise durch eine EU-weite Regelung abgelöst. Nach der EU-Trinkwasserrichtlinie (EU) 2020/2184 können ab dem 1. Januar 2027 keine neuen nationalen Nachweise dieser Art mehr ausgestellt werden – neu in den Verkehr gebrachte Produkte benötigen dann die Zulassung nach der neuen europäischen Positivliste. Bereits bestehende nationale Nachweise bleiben zunächst gültig, spätestens ab dem 1. Januar 2033 müssen aber alle Produkte den europäischen Anforderungen entsprechen.

CE-Kennzeichnung

CE-Kennzeichnung: europäische Konformität

Die CE-Kennzeichnung unterscheidet sich grundlegend von freiwilligen Qualitätssiegeln. Mit ihr erklärt der verantwortliche Hersteller, dass ein Produkt die für das jeweilige Produkt anwendbaren europäischen Anforderungen erfüllt.

CE ist daher kein Gütesiegel und sollte auch nicht als solches verstanden werden.

Bei Wasserhaus: Die in unseren Systemen eingesetzten elektrischen Netzteile und Drucktanks tragen die für ihren jeweiligen Anwendungsbereich vorgesehene CE-Kennzeichnung – bei Netzteilen unter anderem nach der Niederspannungsrichtlinie, bei Drucktanks je nach Bauart nach den einschlägigen Druckgeräte-Vorgaben.

Die CE-Kennzeichnung ist ein gutes Beispiel dafür, warum verschiedene Zeichen auf einer Wasserfilteranlage nicht unmittelbar miteinander verglichen werden können.

Ein elektrisches Netzteil unterliegt anderen Anforderungen als eine wasserführende Anschlusskomponente oder eine Umkehrosmosemembran. Das jeweilige Zeichen muss deshalb immer im Zusammenhang mit dem betreffenden Bauteil betrachtet werden.

Bei den elektrischen Netzteilen kommt ergänzend die RoHS-Richtlinie zum Tragen: Sie beschränkt den Einsatz bestimmter gefährlicher Stoffe wie Blei oder Quecksilber in elektrischen und elektronischen Geräten und ist Voraussetzung für deren CE-Kennzeichnung.

TÜV Rheinland

TÜV Rheinland: zusätzliche unabhängige Prüfung

Der TÜV Rheinland ist eine international tätige unabhängige Prüf- und Zertifizierungsorganisation. Je nach Prüfauftrag können Produkte hinsichtlich unterschiedlicher technischer Anforderungen untersucht werden.

Entscheidend ist auch hier der konkrete Prüfgegenstand. Ein TÜV-Prüfzeichen sollte deshalb immer zusammen mit dem jeweiligen Produkt und dem Umfang der Prüfung betrachtet werden.

Bei Wasserhaus: Für Platinumwasser-Anlagen und Platinumwasser-Filter liegen Prüfungen durch den TÜV Rheinland vor.

Damit stehen für diese Produktgruppe neben unseren eigenen Auswahlkriterien zusätzliche Prüfungen durch eine unabhängige Organisation zur Verfügung.

Unabhängige Prüfungen können wertvolle zusätzliche Informationen über ein Produkt liefern. Welche Eigenschaften untersucht wurden, ergibt sich aus dem jeweiligen Prüfprogramm. Prüfprogramme für Produkte mit Trinkwasserkontakt können beispielsweise die Migration von Schwermetallen oder das Verhalten gegenüber kritischen Mikroorganismen im Langzeittest umfassen.

Wir betrachten solche Prüfungen deshalb als einen von mehreren Bausteinen bei der Qualitätsbewertung und nicht als Ersatz für die technische Beurteilung eines kompletten Systems.

Zertifikat WRAS

WRAS: britischer Standard für Trinkwasserarmaturen

Der Water Regulations Advisory Scheme (WRAS) ist die britische Entsprechung zu den deutschen DVGW-Anforderungen: Er listet Armaturen, Rohre und Materialien, die den britischen Trinkwasservorschriften entsprechen.

Da John Guest ein britischer Hersteller ist, tragen viele seiner Anschlusskomponenten neben der DVGW-Zulassung zusätzlich eine WRAS-Listung.

Bei Wasserhaus: Für den Kaltwasseranschluss unserer Umkehrosmoseanlagen ist das eingesetzte John-Guest-Ventil neben der DVGW-Zulassung zusätzlich nach WRAS zertifiziert. 

Warum eine lange Liste von Prüfsiegeln nicht automatisch einen besseren Wasserfilter bedeutet

Zertifizierungen und Prüfungen liefern wichtige Informationen über bestimmte Eigenschaften eines Produktes oder einzelner Komponenten. Die Anzahl vorhandener Prüfsiegel allein erlaubt jedoch keine belastbare Aussage darüber, welches Wasserfiltersystem qualitativ besser oder für einen bestimmten Anwendungsfall besser geeignet ist.

Ein Vergleich mit dem Auto macht den Zusammenhang deutlich: Ein Fahrzeug besteht aus zahlreichen sicherheitsrelevanten Komponenten, für die unterschiedliche technische Anforderungen und Prüfverfahren gelten. Bremsen, Reifen, Beleuchtung oder Sicherheitsgurte erfüllen jeweils andere Aufgaben und werden entsprechend unterschiedlich bewertet. Die Qualität des gesamten Fahrzeugs lässt sich deshalb nicht daran messen, wie viele Prüfzeichen für seine einzelnen Bestandteile aufgeführt werden.

Bei einem Wasserfiltersystem ist es ähnlich. Eine Umkehrosmosemembran, ein Trinkwasseranschluss, wasserführende Schläuche und ein elektrisches Netzteil erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Entsprechend unterscheiden sich auch die dafür relevanten Normen, Prüfungen und Zertifizierungen. Eine Zertifizierung der Membran bewertet andere Eigenschaften als die Prüfung einer Anschlusskomponente oder die hygienische Bewertung eines Materials mit Trinkwasserkontakt.

Auch zwei Wasserfiltersysteme lassen sich daher nicht allein anhand der Anzahl ihrer Zertifizierungen sinnvoll miteinander vergleichen. Unterschiedliche Zertifikate können sich auf unterschiedliche Komponenten, Eigenschaften, Märkte und Prüfziele beziehen. Zusätzliche freiwillige oder internationale Zertifizierungen können wertvolle Qualitätsnachweise darstellen. Das Fehlen einer bestimmten freiwilligen Zertifizierung bedeutet für sich genommen jedoch nicht, dass ein Wasserfiltersystem qualitativ minderwertiger oder für den vorgesehenen Einsatz ungeeignet ist.

Entscheidend ist vielmehr, ob die verwendeten Komponenten für ihre jeweilige Aufgabe geeignet sind und das Gesamtsystem zu den Anforderungen des vorgesehenen Einsatzes passt.

Deshalb betrachtet Wasserhaus bei der Auswahl seiner Systeme nicht einzelne Prüfsiegel isoliert, sondern das Zusammenspiel aus Wasseraufbereitung, Materialien, Anschlusstechnik, Verarbeitung und vorgesehenem Einsatz. Zertifizierungen und Prüfungen sind dabei wichtige Qualitätsnachweise. Sie sind jedoch immer im Zusammenhang mit dem jeweiligen Prüfgegenstand und Anwendungsbereich zu bewerten.

Zusätzliche Zertifizierungen unserer Hersteller und Zulieferer

Wasserhaus arbeitet mit unterschiedlichen spezialisierten Herstellern und Zulieferern zusammen. Aufgrund ihrer jeweiligen Märkte und Produktbereiche verfügen diese teilweise über weitere Prüfungen und Zertifizierungen.

Dazu gehören beispielsweise Nachweise für Filter und Komponenten von Carbonit, Leyco und weiteren Herstellern unseres Sortiments. Die vorhandenen Zertifizierungen unterscheiden sich je nach Produktgruppe und Anwendungsbereich.

Diese Seite wird deshalb fortlaufend ergänzt, wenn weitere für unsere Kunden relevante Prüfungen und Untersuchungsergebnisse hinzukommen.

Qualität lässt sich nicht auf ein einzelnes Prüfsiegel reduzieren

Zertifizierungen schaffen Orientierung. Sie können Eigenschaften von Materialien, Komponenten oder Produkten nach definierten Kriterien dokumentieren und durch unabhängige Prüfungen zusätzliche Sicherheit geben.

Ihre Aussagekraft hängt jedoch immer davon ab, was geprüft wurde und für welchen Anwendungsbereich die Prüfung gilt.

Bei Wasserhaus betrachten wir deshalb das gesamte Wasserfiltersystem. Dazu gehören die eigentliche Wasseraufbereitung, wasserführende Materialien, Schläuche und Anschlüsse ebenso wie elektrische Komponenten und bei fest installierten Anlagen die fachgerechte Verbindung mit der Trinkwasserinstallation.

Dieser Ansatz prägt unsere Produktauswahl seit 1999. Zusätzliche Zertifizierungen unserer Hersteller und Zulieferer ergänzen diese Qualitätsbewertung dort, wo sie für die jeweilige Komponente oder Produktgruppe relevant sind.